Die im Dunkeln wandern, sehen ein (erstes) Licht

Die im Dunkeln wandern, sehen ein (erstes) Licht
Haben Sie schon Ihren Adventskranz bestaunt?
Dieses Jahr habe ich mich getraut – mit Hilfe und Tipps von den Damen meines Zweigvereins – einen selber zu binden. Bereits das gemeinsame Holen des Tannengrüns im Wald stimmte uns schon vorfreudig auf die Adventszeit ein.
Sehen wir uns die Symbolkraft der vielen Zeichen des Adventskranzes näher an:
Der gestaltete Kreis – Zeichen der Ewigkeit, Anfang und Ende zugleich.
So ist auch Christus Anfang und Ende durch sein Leben und Auferstehen.
Die Tannenzweige im Winter sind Leben – das Grün Hoffnung.
Selbst in der Kälte und Finsternis dürfen wir die Lebenskraft von Gottes Schöpfung erfahren.
Die Kerzen sind Christus selbst als das Licht der Welt.
Je heller das Licht der vier Kerzen auf dem Adventskranz leuchtet, desto näher rückt das Weihnachtsfest.
Dazu passende Hoffnungsworte aus dem Buch Jesaja kündigen die Geburt des göttlichen Kindes im Stall schon ein Stück weit an:
„Das Volk, das im Dunkeln wandert, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land des Todesschattens wohnen, strahlt ein Licht auf.“ (Jes 9,1)
„Denn ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt. Die Herrschaft wurde auf seine Schulter gelegt. Man rief seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.“ (Jes 9,5)
Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich von der Flamme dieses ersten, hellen Lichts anstecken lassen und gerade in „dunklen“ Zeiten daraus Hoffnung schöpfen. Machen wir unsere Herzen weit für das kleine Menschlein, das mit unerschütterlichen Frieden und unendlicher Liebe in uns einkehren möge.
Nadine Röckl, Geistliche Beirätin im Diözesanverband
