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Das „K“ gehört dazu: KDFB Bayern bekennt sich zu seinem katholischen Profil und fordert Reformen in der Kirche

Ein KDFB-Mitglied schreibt die persönlichen Gedanken zu "Katholisch im KDFB ist für mich…" auf eine Wortwolke. Bildnachweis: KDFB/Kleinert

18.07.2025

KDFB Bayern bekennt sich zu seinem katholischen Profil und fordert Reformen in der Kirche

München. Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) Bayern stärkt sein katholisches Profil und will Kirche aktiv und gleichberechtigt mitgestalten. Das zeigt eine Mitgliederumfrage mit dem Titel „Was macht den KDFB katholisch?“, die der Landesverband durchgeführt hat.

Starke Verwurzelung in den Pfarrgemeinden

78 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen betonen, dass die Kirche vor Ort eine wichtige Rolle in ihrem Alltag spiele. Zwei Drittel nehmen regelmäßig an Gottesdiensten und pfarrlichen Angeboten teil. Zugleich erklären 85 Prozent, dass solche liturgischen Angebote nicht ausschlaggebend dafür seien, was für sie persönlich „katholisch“ bedeute. 53 Prozent der Befragten trennen ihren Glauben von der Kirche.

Gelebte Gemeinschaft statt Institution

„Das zeigt, dass Frauenbundfrauen stark in ihren Pfarrgemeinden verankert sind, Verantwortung übernehmen und aktiv mitgestalten“, betont Monsignore Rainer Boeck, Geistlicher Beirat im Landesvorstand. „Für viele unserer Mitglieder steht der Namensbestandteil ‚katholisch‘ nicht zuerst für eine Institution, sondern für gelebte Gemeinschaft und geteilte Werte.“

Klarer Auftrag: Reformen statt Austritte

In der Umfrage wird auch der Wunsch nach Erneuerung in der Kirche sehr deutlich: 97 Prozent wollen Reformen, beispielsweise mehr Geschlechtergerechtigkeit und strukturelle Veränderungen. „Unsere Frauen wenden sich nicht ab – sie wollen eine Kirche auf Augenhöhe“, so Tanja Pichlmeier, stellvertretende Landesvorsitzende. Frauenbundfrauen entscheiden sich für „auftreten statt austreten“ – entgegen dem Trend steigender Kirchenaustritte.

KDFB als Vorreiter für modernes Katholischsein

Die Ergebnisse unterstreichen eine zugleich enge und selbstbewusste Bindung der Mitglieder an die Kirche. Was „katholisch“ bedeutet, muss sich wandeln dürfen und zu den Gläubigen passen. „Der KDFB kann als größter katholischer Frauenverband in Bayern hier Vorreiter sein und öffentlich sichtbar machen, wie man katholisch lebt – offen, kreativ, dialogorientiert und inklusiv“, erklärt Tanja Pichlmeier.

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Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 144.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.
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